wobo hat geschrieben:
Natürlich kannst Du, katzenfan zu jedem Telefonat zum nächsten Münzfernsprecher gehen oder Dir nach jeder leer telefonierten Prepaid-Karte ein neues Prepaid-Paket holen. Du kannst auch zum Surfen und allen Internet-Aktivitäten ins Internet-Café gehen, woran hier in Frankfurt z.B. kein Mangel herrscht - sogar nachts nicht.
Sei Dir versichert, daß ich in steigendem Maße dieses heute schon tue; denn mein Vertrauen wurde seit der Wende schon gründlichst ruiniert.
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Aber mal ehrlich - willst Du das?
Nein; es ist aber eine Frage dessen, ob man dem Staat oder seinen von Machtinteressen gejagten Gestaltern vertrauen kann oder nicht.
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Das Recht auf freie Kommunikation mit anderen von mir aus sowie die Erreichbarkeit für andere Menschen ist meines Erachtens den Grundrechten gleich zu setzen und darf nicht durch Barrieren eingeschränkt werden, die mich dazu zwingen, eine konspirative Grundhaltung einzunehmen.
Sicher, sollte so sein; nur wo es Menschen gibt, gibt es leider immer auch welche, die Aussagen eines anderen für eigene Zwecke mißbrauchen oder die Worte des anderen aus dem Zusammenhang reißen und anders auslegen.
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Das ist der springende Punkt bei all dieser bröckchenweise absplitternden Freiheit des Bundesbürgers. Jemand, der Vertrauen in den Rechtsstaat hat
habe ich nicht, wenn ich sehe, was manche Leute da so alles anstellen,
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und mit allen Beinen fest auf der FDGO steht, wird durch den Generalverdacht dazu verleitet - teilweise schon gezwungen - von der selbstbewussten öffentlichen Haltung als freier Bürger eines Staates, mit dem er einverstanden ist, zur einschränkenden konspirativen Lebensweise als Bürger eines von ihm nicht akzeptierten Staates zu wechseln.
Mal ehrlich, kann man denn den Staat, so wie er jetzt ist, in all seinen Einzelteilen akzeptieren? Ich meine nein. Einschränkung: eine uneingeschränkte Akzeptanz des Staates bei seinem Volk dürfte es kaum in einem Land der Welt geben.
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Das ist das Verdienst einer Reihe von Politikern, die im Laufe der Jahre jegliches Maß verloren haben. Seltsamerweise haben wir hier genau das gleiche Phänomen wie in den USA: man richtet sich ein und sagt sich das Mantra des beschützenden Staates so lange vor, bis man es glaubt.
Die Politiker sind, wie es so schön heißt, nur Ausführende höherer Mächte und können bei weitem nicht alles von dem umsetzen, was sie möglicherweise wollen.
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Wer nichts zu verbergen hat, verbirgt auch nichts und hat nichts zu befürchten.
Dieser gern von Befürwortern dieser Entwicklung benutzte Satz stammt aus der offiziellen Ermächtigung von Blockleitern zur unangekündigten Untersuchung eines Privathaushalts in ihrem Bereich (1933).
Falsch; man hat zumindest sich selber zu verbergen. Zumindest das sollte legitim sein.