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MandrivaUser.de • Thema anzeigen - Hackerparagraph

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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 13:14 
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http://www.heise.de/newsticker/meldung/90223

Was sagt man dazu? Die Hampelmänner vom Bundeskasperletheater haben jetzt also beschlossen die berüchtigten "Hacker-t00lz" zu verbieten - und unter strafe zu stellen.

Meiner meinung nach stinkt das zum himmel. Erst will unser geliebter Rollstuhl-göbbels, pardon, innenminister Wolfgang Schäuble die online durchsuchung einführen, und jetzt werden sämtliche programme die einem dabei helfen können sich dagegen zu schützen, verboten.

Davon abgesehen - Welche programme sind damit gemeint? Wireshark? Kismet? nmap? Um nur mal eine handvoll zu nennen. Ich selbst habe nur ein wirklich _kleines_ netzwerk zu verwalten, und dennoch benötige ich ab und an mal diese werkzeugen. Wie sieht das erst in einem großen netzwerk aus? Oder wenn man einen root-server verwalten will? Muss man sich dazu wirklich strafbar machen?

Das einzige was damit erreicht werden würde (Vorrausgesetzt die administratoren halten sich an das gesetz), wäre dass Deutschland ziemlich schnell auf platz 1. der rangliste für spam & botnetze käme. Was soll man dagegen noch tun? Die große masse an menschen in unserer demokratur versteht scheinbar garnicht worum es hierbei geht. "Hacker-tools" == Böse. Muss verboten werden. Was also soll man gegen die einführung von Gestapo 2.0 noch unternehmen?

Musste ich nur mal loswerden, beschäftigt mich schon länger..

Gruß

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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 13:44 
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Ich halte es für schwachsinnig, wenn jetzt sniffer und sonstige Tools angeblich gesetzeswidrig sein sollen.

Klar mag es Terror und Spionage geben, aber wenn wir dann sämtliche Freiheiten durch die Terrorbekämpfung verlieren, dann haben wir entweder die Demokratie nie verstanden, oder deren Gegner verstehen es besser sie gegen uns auszulegen, als wir selbst!

Ich halte dies für den völlig falschen Weg !! Das Urteilsvermögen von Herrn Schäuble scheint sehr getrügt zu sein. Mit Freiheit hat das überhaupt nichts mehr zu tun. Der Überwachungsstaat lässt grüßen.

Irgendwie ist das kein Schritt mehr zum Überwachungsstatt, sondern es ist der Überwachungsstaat.

Verdammt, das ganze stinkt irgendwie! Hier fallen mir spontan mehrere Filmpassagen von "Staatsfeind Nr.1" oder "Fletschers Visionen" ein...... :roll: :roll: :roll:

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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 13:49 
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Vielleicht sollte man das NETZ abschalten :roll:


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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 14:42 
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Leute, so wie wir McD und die Gerichtsshows von unseren Freunden jenseits des Großen Wassers übernommen haben, so folgen jetzt auch in diesem Bereich die Kopien des großen Vorbilds.

Das Volk hat die oben genannten Sachen inklusive Exhibitionisten-Talkshows willig geschluckt, warum sollte es nicht auch die neuesten Importe schlucken?

Die CIA hat einen schlechten Ruf zu verteidigen und die Medienindustrie versorgt uns mit Werbematerial in Form von Spielfilmen. Da ist es doch nur logisch, dass da einer in Berlin "Auch haben! Auch haben!".

wobo

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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 14:53 
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Wenn der Koch mit seinem Schäuble bei den Merkeln auf den Bush klopft, dann sprudeln Rice und Water(gate) geradezu ins Köhlersche Beck(en).

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Rechner 1: Intel(R) Core(TM)2 Quad CPU Q8200 @ 2.33GHz, Geforce GTS 250/PCI/SSE2, 4096 MB RAM, Samsung SATA HD 1 TB, Mainboard Asus P5Q-Deluxe;
Rechner 2: AMD Duron 1,3 GHz, 512 MB RAM, 2 Festplatten IDE, Mainboard unbekannt.

Mandriva 2008.1, Cooker, FC8, FC9, FC10, PCLinuxOS, Slackware, ArchLinux, Bluewhite64, Sidux, Gentoo 2008, CCux, Ultima Edition, Sabayon, Pardus, Suse 11.1


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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 19:34 
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Seht das ganze doch mal positiv; erstens ist das ein Grund für Euch, Euch aus dem Web zu verabschieden, könnt also Euren Internetzugang abmelden und spart damit wieder Euer sauer verdientes Geld. Abgesehen davon, wenn solche Programme, (ich nutze sowas nicht), tatsächlich gesetzwidrig sein würden, dürften die staatlichen Organe diese ja auch nicht benutzen. Würden also somit, sofern es jemandem gelingt, bei ihren eigenen Rechnern ebenfalls aller welt Tür und Tor öffnen, für Werbung versteht sich. :)

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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 19:43 
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Ich glaube, hier wird einiges falsch verstanden.
Dieses Gesetz verbietet Tools, mit denen z.B. Firmen Ihre Systeme sicherheitstechnisch überprüfen können.

Weiterführend:

Gesetz gegen Computerkriminalität verabschiedet
CCC kritisiert neues Gesetz vehement

Der Bundestag hat am heutigen 25. Mai 2007 das Gesetz zum Verbot von Computersicherheitswerkzeugen unverändert verabschiedet. Der neue Paragraf im Strafgesetzbuch soll Computerkriminalität bekämpfen. Der Chaos Computer Club (CCC) kritisiert das neue Gesetz, weil damit die Arbeit von Administratoren und Sicheheitsexperten massiv behindert wird.

Der neue Paragraf 202 im Strafgesetzbuch bestraft insbesondere das Herstellen, Programmieren, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen von Software, die für die tägliche Arbeit von Netzwerkadministratoren und Sicherheitsexperten dringend notwendig ist, kritisiert der CCC. Damit hätten die Abgeordneten entgegen dem ausdrücklichen Rat gehandelt, der in den Ausschüssen bei der Beratung des Gesetzes von Experten aus Wissenschaft und Praxis geäußert wurden. Auch von Seiten der Internetwirtschaft und vom Bundesrat wurde die Gesetzesänderung im Vorfeld kritisiert.

Wie der CCC berichtet, votierten mit Ausnahme der PDS und eines einsamen SPD-Abgeordneten alle Abgeordneten für die Gesetzesänderung. Der CCC findet drastische Worte dazu, wie sich das Gesetz auf den Alltag für Arbeitskräfte im Umfeld der Computersicherheit auswirken: Der Bundestag hat Deutschland zur Berufsverbotszone für Computersicherheitsexperten gemacht.

Nach Auffassung des CCC wurde das Gesetz ausgesprochen weit gefasst. Dadurch ist der Besitz, die Herstellung und die Verbreitung von präventiven Werkzeugen, mit denen die Sicherheit von Computern geprüft werden kann, in Deutschland strafbar. Solche würden jedoch sehr wichtig sein, um die Sicherheit von Computersystemen zu gewährleisten.

Andy-Müller Maguhn, Sprecher des Chaos Computer Club, kommentierte: "Das Verbot des Besitzes von Computersicherheitswerkzeugen öffnet auch dem Einsatz des Bundestrojaners Tür und Tor. Industrie und Bürgern wird systematisch die Möglichkeit genommen, ihre Systeme adäquat auf Sicherheit zu überprüfen. Dieses Verbot gefährdet die Sicherheit des IT-Standorts Deutschland."

So wie die Autoindustrie ihre Fahrzeuge mit Crashtests sicherer mache, wird in der Computerbranche die Systemsicherheit durch den kontrollierten Einsatz von Angriffsprogrammen geprüft, erklärt der CCC. Zukünftig wäre es für sicherheitskritische Computersysteme nicht mehr zweifelsfrei legal möglich, zu testen, ob diese sicher sind.

CCC-Sprecher Andy-Müller Maguhn weiter: "Hier wird systematisch der gesetzliche und organisatorische Rahmen geschaffen, um Bürger und Unternehmen wehrlos gegenüber Computerangriffen, Wirtschaftsspionage und auch dem Bundestrojaner zu machen. Sicherheitsforschung kann nur noch in einer unannehmbaren rechtlichen Grauzone stattfinden."

Quelle: Golem.de -> http://www.golem.de/0705/52505.html

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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 19:54 
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Ja, und?

Den artikel auf golem hab ich gelesen. Das original vom CCC auch.
Diese programme die dazu dienen die eigene sicherheit zu überprüfen, können auch leicht dazu verwendet werden in fremde systeme einzudringen, oder sie auf verwundbarkeit zu überprüfen. Und das ist nach ansicht vieler unwissender bereits ein verbrechen.

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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 21:21 
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Aber meine eigene Firewall darf ich schon noch konfigurieren, ja?
- Oder ist es bald so wie bei diesen fiesen kleinen Robotern, die einem die Netzhaut scannen. Dann kann man sich gegen nix mehr wehren und lässt alles über sich ergeben.

Wie heißt diese Film noch gleich, komme nicht drauf?
(Da wo der in der Eiswasser-Badewanne liegt nach der Augen-OP und der Roboter den Verband hoch zieht...)


Gut, ich kann die Firewall nicht selbst testen.
Aber die muss dann einfach restriktiv-paranoid eingerichtet werden und nur bei Bedarf bestimmte Dings zulassen....




Und Krytotools? - Verschlüsseltes Mailen / Chatten / Daten tauschen?


Mal gespannt was da in den nächsten Jahren noch alles folgt, das hier ist ja erst mal nur ein erster Schritt vermutlich...




Sagt mal, ist dieser Bundestrojaner eigentlich dann noch erlaubt? - Weil mit diesem "Hackertool" greift ja jemand mit nem bewußten Angriff durch meine Firewall hindurch auf meine Daten zu. Das ist doch sowas wie "Hausfriedensbruch" über die Telefonleitung, oder?

(Und Nebenfrage: Gibt's schon ne Variante von dem Ding für Linux? - Oder muss Linux dann auch geächtet werden in Kürze?)


Gruß,
Marcus


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BeitragVerfasst: 25.05.2007, 22:28 
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"Der Bundestrojaner" als solcher existiert noch garnicht, schätze ich.
Sollte dieses Fabelprogramm aber doch mal eines Tages in den einsatz kommen, so wird er wohl auf allen Plattformen laufen.

Schäuble sagte selbst "Wir dürfen es denen nicht zu einfach machen", von daher müssen zwangsläufig alle Plattformen unterstützt werden - die Terroristen könnten sonst einfach das Betriebssystem wechseln. Sei es nun Solaris, Linux, *BSD, oder MacOS..

Ausserdem glaube ich das das ganze keinen Trojaner im Klassischen sinne gäbe.
Die meisten Leute die Linux benutzen haben ohnehin schon gelernt das man Email-anhänge in anwenderfreundlichen Formaten wie *.jpg.exe oder ähnlichen sowieso nicht Anklicken sollte, darum wäre ein "klassischer Trojaner" (Rechnung von XYZ via Email mit tollem Anhang) unter Linux sowieso zum scheitern verurteilt.

Selbst nach längerem nachdenken, glaube ich nicht das dieser "Bundestrojaner" eine ernstzunehmende Bedrohung abgäbe. RPM-pakete sind in der regel mit GPG-signaturen versehen, es würde auffallen wenn sich jemand daran zu schaffen macht. Fremde Email-anhäge öffnen heutzutage sowieso nur die wirklich Lernresitenten. Sicherheitslücken in Firewallsystemen oder gar im Kernel werden sehr schnell gestopft.

Das ganze gäbe einen Aufwand, der sich vermutlich nicht lohnen würde. (Vermutlich. Ich weiss nicht was die werten Volksvertreter so alles mit den Steuergeldern anstellen).

Wenn man den faden weiterdenkt.. Das ganze passiert unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung. Richtige Terroristen (Falls es sowas in 'Schland überhaupt gibt) werden nochmal vorsichtiger sein. Ich denke dabei an GPG verschlüsselte nachrichten, VPN's ins Ausland und und und... Wäre das ganze wieder nur eine weitere maßnahme die einfache Bevölkerung weiter unter seine fittiche zu holen, und Mundtot zu machen?

Soviel zum Bundestrojaner.


Zitat:
Mit der Einführung des Paragraphen 202c StGB soll künftig mit Freiheitsentzug bis zu einem Jahr oder finanziell bestraft werden, wer eine Straftat vorbereitet durch das Herstellen, Verschaffen, Verkaufen, Überlassen, Verbreiten oder Zugänglichmachen von Passwörtern oder sonstigen Sicherheitscodes für den Datenzugang sowie von Computerprogrammen, deren Zweck die Begehung einer entsprechenden Tat ist.


Firewalls an sich sind keine Programme deren zweck das begehen oder vorbereiten einer solchen tat ist. Eher die Verhinderung. Aber ich wette es ist nur eine frage der Zeit bis man auf die Idee kommt dass die Verwendung einer Firewall "Behinderung polizeilicher Ermittlungsarbeit" darstellt.

Gruß

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