Hallo und Gruß nach Balve!
Wenn ich laut genug schreien würde, könnte er es womöglich hören.
sebixmag hat geschrieben:
Mit LiMux verwalten, Zukunft gestalten?Ungelesener Beitragvon sebixmag » Aug 22nd, '11, 01:49
Vor kurzem gab es Neuigkeiten vom Projekt LiMux, z.B. hier:
http://www.pro-linux.de/news/1/17399/mu ... ients.html
Bei LiMux geht es der Stadt München darum, von öffentlichen Geldern finanzierte IT-Arbeitsplätze nach und nach auf OpenSource-Software umzustellen. Vor mittlerweile mehr als fünf Jahren begann man dort damit, den Betrieb zunächst möglichst auf freie Officeprodukte und Kommunikationslösungen umzustellen, und gleichzeitig richtete man dort nach und nach immer mehr Arbeitsplätze ein mit einer eigenen Zusammenstellung eines auf Debian/Ubuntu basierenden Linux-Betriebssystems.
Hallo! Die Lösung läge gar nicht so weit weg:
http://www.citkomm.de/e-government.html das ist in Iserlohn. ich habe in meinem letzten Berufsjahr mal bei denen "Hilfe" holen dürfen, denn ich habe die IT-Infrastruktur nur so nebenbei auch "miterledigt". Die haben nach einem Blitz-Volltreffer die Hardware repariert/erneuert (unwesentlich), aber nach meinem Lastenzettel einen File und Kommunikationsserver + Arbeitsplätze unter Debian innerhalb von 2 Tagen aufgesetzt und der lief!
Das Problem ist "gutes Geld für gute Arbeit", aber Kommunen sind klamm. Plettenberg ist ja von dir aus gesehen "nah dran", deren IT-Experte ein "erfahrener Laie und langjähriger Mitarbeiter", kein Informatiker. Wenn mal was kaputt geht, dann gehen Aufträge an heimische Firmen, die auch mal 6 Wochen auf Zahlung warten können, seltener an eine 1-Mann-GmbH. Hinter solchen Firmen steckt allerdings kein tief greifendes Know-How. Wie ich in einem anderen Artikel hier geschrieben habe will die Verwaltung, so ein Angestellter im mittleren Dienst, wenn es zu Komplikationen kommt nicht zwischen den Fronten stehen, also vergibt er an den Billigsten. Die können aber nicht Linux sondern nur den Mainstream. Die Masse dieser Aufträge können aber auch von "weniger Bewanderten" abgearbeitet werden und wenn es mal ganz selten richtig klemmt, dann rufen
diese weitere zu Hilfe.
Das ist diese Politik "Das Geld bleibt im Ort", auch wenn du das Argument bringst:
sebixmag hat geschrieben:
Sollte hier jemals eine langsame Hinwendung zu freier Software durch einen Ratsbeschluss unterfüttert werden, bestünde gerade in unserer Kommune die Chance, dass sich das langfristig über die Jahre hält und weiterentwickelt wird aufgrund der stabilen Mehrheitsverhältnisse hier, was langfristig jährliche Einsparungen von (von mir geschätzten) Tausenden von Euros für Lizenzkosten bedeuten würde. Im Moment sind das natürlich alles noch Luftschlösser, aber ich glaube, Ihr versteht das schon richtig...
Wenn die Verwaltung Lizenzen erwirbt, dann tut sie das in Balve. Der Händler vor Ort verdient daran ein paar Euro, dass der Löwenanteil aber weis Gott wo hin fließt, wer macht sich schon darüber Gedanken. Wichtig ist bei dem Gedanken nur, dass das Geld einmal durch die "heimische" Wirtschaft durchgereicht wurde. Wenn die Verwaltung dagegen "Freie Software" aus dem Netz zieht, dann stellt der Händler fest: "kein Umsatz" und ist sauer. Dazu noch das Problem Verwaltungs- vs. Investitionshaushalt. Ersterer ist meist zu groß, letzterer zu klein und mit dem Kauf von Lizenzen "investiert" man ja was....
eskroni hat geschrieben:
was ich für sinnvoll halten würde, ist der Einsatz von ........................ OpenOffice.org/LibreOffice. Das funktioniert ähnlich wie MS Office 2003, was vermutlich viele Angestellte der Stadt einsetzen. Es fallen wohl ein paar Kosten für die Schulung an (Lib/OOo hat das Vorlagenkonzept mehr "verinnerlicht" als das entsprechende Pendant von MS), allerdings meiner Meinung nach etliches weniger als für eine Schulung von MS Office 2007/2010 anfallen würde.
Einspruch, MS hat bundesweit alle Berufsschulen "gebauchpinselt", man könnte auch das "K"-Wort dafür verwenden, nur weil das die Multiplikatoren in die Firmen und Verwaltungen hinein sind. Fragt Euch mal warum der Begriff "Präsentation" nicht ohne seine Vorsilbe "Pauerpoint" mehr verwendet wird

Dann fragt mal einen M$-Anwender nach "(Format-)Vorlagen", die einzige Assoziation die er dazu hat sind "Slipeinlagen". Er vertraut da voll und ganz auf das "Vererbungskonzept", alten Brief nehmen, unpassendes löschen, Neues reinschreiben, fertig. Am allerbesten noch "hart" formatieren - 10 mal Leertaste, statt einmal TAB

Tut mir Leid, wenn ich dir keinen Mut gemacht habe
Gruß
J.
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Der Mann "aus" Bayern, jetzt wieder heavy on the wire
