Archiv für Juli, 2010

MUD-LXDE 2010 Spring im Betatest

Nach dem Erscheinen der neuen Version von Mandriva Linux nimmt auch die Editionswerkstatt bei MandrivaUser.de (tigger-gg & Freunde) wieder Fahrt auf. Nach einigen Vorbereitungen und Diskussionen im Forum erschien gestern die erste Betaversion der MUD-LXDE Edition 2010 Spring.

Das neue Design kann dabei ebenso überzeugen wie das weitergeführte Konzept der Edition. Eine der augenfälligsten Änderungen gegenüber der Version 2010.0 ist wohl die Abkehr vom Browser/Mail-Paket Seamonkey, das durch den neuen freien Browser Chromium und den Mailclient Claws-Mail ersetzt wurde. Eine weitere Änderung betrifft den Displaymanager. Hier wird nun der LXDM statt des GDM eingesetzt, was zu einem beschleunigten Aufbau des Desktops führt. Hinweise zur Betaversion und zum Download am Ende dieser Meldung.

continue reading

Kein Kommentar »

Mandriva Linux 2010 Spring erschienen

(Dieser Artikel wurde von psyca eingereicht)

Acht Monate nach der Veröffentlichung von Mandriva Linux 2010.0 ist nun die “Frühlingsedition”, Mandriva Linux 2010.1 Spring, erschienen.

Mandriva Linux 2010.1 ist verfügbar als Free-Edition (ohne proprietäre Software und Treiber) und als Live-Edition ONE, die jeweils mit KDE 4.4.3 oder dem Gnome Desktop 2.30.1 ausgestattet ist. Beide ONE Editionen kann man verwenden, um Mandriva ohne Installation auf seinem System zu testen. Eine Installation auf der Festplatte ist sowohl während des Betriebs über das entsprechende Desktop Icon oder auch – neu – aus dem Bootmenü beim Starten des Mediums möglich. Die ONE Editionen enthalten im Unterschied zur Free Edition alle proprietären Treiber für gängige Hardware (WLAN, WebCam) sowie einige unfreie Plugins (Flashplayer, etc.).

Daneben gibt es wie immer das PowerPack als kommerzielles Produkt. Es bietet auf der DVD außer den properitären Treibern und Plugins auch zusätzliche Software, wie beispielsweise den bekannten Browser Opera, den kommerziellen Fluendo DVD-Player, Fluendo Codecs, Acrobat Reader, Skype, Arkeia, VMWare und Flash. Das PowerPack erhält man im Mandriva Store zum Download im Einzelkauf oder als Jahresabonnement (Subscription).

In der aktuellen Mandriva Distribution hat sich einiges getan. Neben dem Update des Linux Kernels auf die Version 2.6.33.5 sowie weiteren Paketupdates wird der “ntfs-3g” Treiber nun standardmäßig für das Lesen und Schreiben auf NTFS Dateisystemen verwendet. Neu ist auch die Option zur Passwortverschlüsselung der Festplatte in GRUB sowie eine erleichterte Einrichtung verschlüsselter Partitionen. Änderungen gibt es auch im Gastaccount Manager (xguest), so lassen sich durch “drakguard” bestimmte Programme für andere Benutzer sperren.

Weitere Neuerungen :
- der Browser Opera ist in den offiziellen Non-Free Quellen enthalten.
- der freie Browser Chromium ist in den Paketquellen enthalten.
- OpenSSL wurde auf 1.0 aktualisiert.
- OpenOffice 3.2 ist enthalten.
- die Verwendung von HAL im Drucksystem wurde entfernt.
und mehr…

Als downloadbare kostenfreie Installationsmedien stehen zur Verfügung:
- FreeDVDs für i586 und x86_64
- ONE-ISOs für Gnome und KDE, aufgeteilt in mehrere Sprachgruppen
- DualCD (i586 und x86_64) für die Netzinstallation

Releasenotes: http://wiki.mandriva.com/en/Mandriva_Linux_2010.1

Errata: http://wiki.mandriva.com/en/2010.1_Errata

Downloads: MandrivaUser.de oder andere offizielle Mandriva Mirrors

Kein Kommentar »

Mandriva lebt weiter

Gestern (07.07.2010) erschienen zwei Meldungen über ein angebliches Communiqué von Mandriva über die neueste Entwicklung im Unternehmen. Dieses Communiqué erschien jedoch nur auf externen Websites, bei Mandriva selbst sucht man es vergeblich. Im Folgenden Auszüge aus dem Text:

Mandriva spielt eine strategische Rolle im innovativen Ecosystem Paris Sacley und Cap Digital. Das Unternehmen ist in einem Dutzend Forschungsprojekten involviert und arbeitet zusammen mit über 60 anderen Forschungseinrichtungen an Themen wie dem semantischen Desktop, Linux Real Time Distribution, gemeinsamen Infrastrukturen und Cloud Computing..

Das mag der Beweggrund für eine Gruppe von Unternehmern aus dem Umfeld der ursprünglichen Investoren sein, einen ehrgeizigen Geschäftsplan zu entwickeln, der das Unternehmen Mandriva vor dem Bankrott retten und es wieder auf die Beine stellen soll. Mandriva wird zentraler Teil einer Vereinigung europäischer Open Source Softwareunternehmen sein, die in den kommenden Monaten gebildet und von IF Research, dem Mutterhaus des europäischen Softwarehauses Wallix, geleitet werden soll.

Zentraler Bestandteil der Strategie wird der exklusive Vertrieb von Mandriva Linux durch Vertriebs- und IT-Netzwerke sowie durch OEM-Partnerschaften in den EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) – und BRIC Brasilien, Russland, Indien, China) – Zonen sein. Professionelle Angebote werden sich an die wesentlichen Partner des Businessmarktes (Bildungsinstitute, Industrie, Dienstleister) richten und in der zweiten Hälfte dieses Jahres erscheinen.

Aktuell hat Mandriva mit einem drastischen Programm zur Kosteneinsparung sowie zur Geldbeschaffung begonnen um eine ausgeglichene Finanzlage zu erreichen und die weitere Zukunft des Unternehmes zu sichern. Verhandlungen mit neuen Investoren sind im Gange, die bei der nächsten Aufsichtsratssitzung des Unternehmens präsentiert werden.

Es gibt bereits zwei neue Mitglieder des Aufsichtsrates,  Jean-Noël de Galzain, Präsident von IF Research und Wallix sowie Vizepräsident PME von Pôle System@tic Paris Région, und Bertrand Glineur, ehemaliger DSI der Crédit Foncier de France. Sie wollen dem von Mandriva CEO Arnaud Laprévote aufgestellten Team bei der Restrukturisierung  des Unternehmens sowie der Implementierung der neuen Strategie behilflich sein. Diese Strategie wird ebenfalls bei der kommenden Aufsichtsratssitzung vorgestellt werden.

Quellen: L’Informaticien [FR] und TuxRadar [EN]

Kein Kommentar »